Das Jugendamt - Unterstützung, die ankommt

Die Stadt Marl beteiligt sich an der bundesweiten Kampagne „Das Jugendamt –Unterstützung, die ankommt“. In den kommenden Wochen sollen die vielfältigen Tätigkeiten vorgestellt werden.

Breites Bewusstsein schaffen

Das Jugendamt der Stadt Marl stellt ein umfangreiches Angebotsportfolio vor. Ziel ist es, ein breites Bewusstein für die wachsende gesellschaftliche Bedeutung des Jugendamtes zu schaffen und die Arbeit und Leistungen zu beschreiben. Vorgestellt werden in den kommenden Wochen verschiedene Arbeitsbereiche des Marler Jugendamtes mit ausgesuchten Aufgabenschwerpunkten und Unterstützungs- und Hilfemöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Familien. Die vielfältigen Tätigkeiten werden während der Aktion nach und nach in den lokalen Medien und hier auf der Seite vorgestellt und erläutert.

Veranstaltet wird die Kampagne „Das Jugendamt – die Unterstützung, die ankommt“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Vormundschaften

In Deutschland muss die Verantwortung für Minderjährige immer eine bereits erwachsene Person übernehmen, die für das Wohlergehen des jeweiligen Kindes oder Jugendlichen Sorge zu tragen hat. Eigentlich ist das die Aufgabe der Eltern, aber manchmal können oder wollen Eltern diese Aufgabe nicht übernehmen. Hier greift die Unterstützungsleistung der Vormundschaft, die zum Zuständigkeitsbereich des Jugendamtes der Stadt Marl zählt.

Ein Vormund ist ein gesetzlicher Vertreter und persönlicher Begleiter des minderjährigen Kindes, das auch als Mündel bezeichnet wird. Er ist Ansprechpartner bei persönlichen Problemen und Sorgen und verwaltet das Vermögen des Mündels, bis dieser volljährig ist. Er sorgt auch dafür, dass die Kinder in einer geeigneten Wohngruppe, bei Verwandten oder bei einer Pflegefamilie leben können. Zudem kümmert er sich um die Sicherstellung der Schul- und Berufsausbildung sowie um die Gesundheitsfürsorge. Auch die persönliche Förderung und die Gewährleistung der Erziehung zählen zum Aufgabenbereich von Vormündern.

Beistandschaften

Zu den weiteren Unterstützungsleistungen des Marler Jugendamtes, die auf das Wohl des Kindes ausgerichtet sind, zählen die Beistandschaften. Als Beistand beraten und unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Marler Jugendamt in den Bereichen Vaterschaft, Sorgerecht und Unterhalt.

Immer häufiger kommt es vor, dass Eltern nicht miteinander verheiratet sind bei der Geburt ihres Kindes. Der leibliche Vater ist in diesem Fall rechtlich nicht automatisch als Vater festgeschrieben. Die Vaterschaft bedarf unter den genannten Umständen somit immer einer besonderen Feststellung. Eine freiwillige Vaterschaftsanerkennung kann beim Jugendamt kostenfrei beurkundet werden. Zudem bieten die Beistandschaften den unverheirateten Müttern Beratung und Unterstützung bei der Vaterschaftsfeststellung oder Elternteilen bei der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen des Kindes an. Diese zählen beim Jugendamt ebenfalls zu den kostenlosen Angeboten und dienen unter anderem dem Zweck der finanziellen Absicherung des Kindes.


Kontakt


Frau Peters

Jugendamt Allgemeine Verwaltung Jugendamt Sachgebietsleitung, Sachbearbeitung Beistandschaften Vormundschaften
amt51@­marl.de 02365 99-2400Adresse
Stadthaus 3
Raum: 64
Liegnitzer Straße 5
45768 Marl

Frau Kappenhagen

Jugendamt Allgemeine Verwaltung Jugendamt Sachbearbeitung Beistandsschaften K - M
amt51@­marl.de 02365 99-2416Adresse
Stadthaus 3
Raum: 41
Liegnitzer Straße 5
45768 Marl

Partizipation

Partizipation von Kindern und Jugendlichen spielt in der Kinder- und Jugendförderung des Jugendamtes der Stadt Marl eine wichtige Rolle. Sie an Entscheidungsprozessen in der Gesellschaft teilhaben zu lassen, ist für ihre Entwicklung zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern essenziell.

Mit vielfältigen und kreativen Angeboten werden die jüngsten Marlerinnen und Marler von pädagogischen Fachkräften zur Mitgestaltung ihres Lebensraumes eingeladen. Zu diesen Angeboten zählen beispielsweise das Kooperationsprojekt „Marl geht App“, die Kinder-Stadteil-Kreise, die Plattform „AG Partizipation“ sowie die Aktion „Wir sind noch da“. Auch bei der bundesweiten „U18-Wahl“ macht Marl im Sinne des Partizipationsgedanken mit. Ein Kinder-und Jugendparlament ist ebenfalls in Planung.

Die Angebote zielen darauf ab, dass Kinder und Jugendliche lernen Verantwortung zu übernehmen, positive Erfahrungen sammeln und beim Mitbestimmen demokratische Strukturen erleben.

Vernetzung

Neben der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen geht es im Bereich der Kinder- und Jugendförderung ebenso um die trägerübergreifende Vernetzung der Akteure. In Kooperation etwa mit den Marler Stadtteilbüros, der evangelischen Kirche, WiLLmA Marl e.V., mit Vertretern der Sozialraumteams und dem MaKi-Mobil ist ein Netzwerk entstanden, durch die der Beteiligungsprozess von Kindern und Jugendlichen vor Ort nachhaltig begleitet wird. Die Vernetzung der Einrichtungen und Institutionen vor Ort ist Bedingung für eine erfolgreiche Partizipation von Kindern und Jugendlichen.

Weiterführende Informationen erhalten Interessierte hier


Kontakt


Frau Ostermann

Jugendamt Jugend- und Familienförderung Abteilungsleitung Jugend- und Familienförderung
amt51@­marl.de 02365 99-2454Adresse
Stadthaus 3
Raum: 60
Liegnitzer Straße 5
45768 Marl

Frau Ruiz Eiró

Jugendamt Jugend- und Familienförderung Kinder- und Jugendbeauftragte
amt51@­marl.de 02365 99-2486Adresse
Stadthaus 3
Raum: 60
Liegnitzer Straße 5
45768 Marl

Die Kindertagesbetreuung ist ein Angebot von zahlreichen verschiedenen Trägern und Initiativen sowie von Kindertagespflegepersonen. 

19 freie Träger und Elterninitiativen im Bereich Kindertagesbetruung werden in Marl vom Jugendamt unterstützt. Die Tätigkeit der Sachbearbeiter „Kindertagesbetreuung“ umfasst vor allem die aktuelle Informationsweitergabe und Beratung zu neuen Förderprogrammen, Antragsmöglichkeiten und Investitionsförderungen sowie dessen Umsetzung. Ebenso unterstützt das Team bei der Beantragung von KiBiz-Mitteln, der Erstellung von Verwendungsnachweisen sowie der Beantragung der Betriebserlaubnis. Die Einrichtungen haben somit immer einen Ansprechpartner, der ihnen eine gerade zu Beginn eine wertvolle Stütze sein kann, aber auch darüber hinaus jederzeit hilfreich zur Seite steht.

Begleitung von Anfang an


Kontakt


Frau Krispin

Jugendamt Kindertagesbetreuung stellv. AL, Abteilungsleitung Kindertagesbetreuung
amt51@­marl.de 02365 99-2477Adresse
Stadthaus 3
Raum: 48
Liegnitzer Straße 5
45768 Marl

Eltern wollen das Beste für ihr Kind. Manchmal können sie jedoch die Betreuung, Versorgung und Erziehung ihres Kindes nicht gewährleisten - aufgrund von Notfallsituationen, Krisen oder Krankheit. Auch für die Stadt Marl steht das Wohl des Kindes an erster Stelle. Wenn Kinder vorübergehend oder auf Dauer nicht bei den eigenen Eltern aufwachsen können, brauchen Sie ein wohlbehütetes, neues Zuhause.

Für diese Kinder sucht der Pflegekinderdienst des Jugendamtes der Stadt Marl Menschen, die bereit sind, ein Kind bei sich aufzunehmen. Ziel der Hilfegestaltung ist es, den Bindungswünschen der Kinder nach Sicherheit und Kontinuität Rechnung zu tragen.

Der Pflegekinderdienst begleitet Kinder, die in Pflegefamilien leben, die Pflegeeltern und die abgebenden leiblichen Eltern im Sinne einer zufriedenen Lebensgestaltung.

Verheiratete, nicht verheiratete, gleichgeschlechtliche Paare oder auch Einzelpersonen können sich bei der Stadt Marl als Pflegeeltern bewerben. Die Fachkräfte des Pflegekinderdienstes überprüfen die Bewerber, wählen potenzielle Pflegeeltern nach festgelegten Kriterien aus und bei entsprechender Eignung bereiten sie sie intensiv auf die Aufnahme eines Pflegekindes vor. Pflegepersonen erhalten für ihre Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung.


Kontakt


Frau Wies

Jugendamt Soziale Dienste Abteilungsleitung Soziale Dienste
amt51@­marl.de 02365 99-2433Adresse
Stadthaus 3
Raum: 69
Liegnitzer Straße 5
45768 Marl

Frau Jäde

Jugendamt Soziale Dienste Sachbearbeitung Pflegekinderdienst
amt51@­marl.de 02365 99-2440Adresse
Stadthaus 3
Raum: 8
Liegnitzer Straße 5
45768 Marl

Die Nachfrage an psychosozialer Beratung wächst stetig. Die Psychologische Beratungsstelle der Stadt Marl ist in vielen Lebenslagen wichtige Anlaufstelle für Eltern, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 26 Jahren. Auch Personen, die beruflich mit Eltern und Kindern in Kontakt sind, finden dort zuverlässige Ansprechpartner:innen und Hilfe bei Fragen oder Problemen. Das multiprofessionelle Team besteht u.a. aus Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen und –pädagog:innen sowie Erzieher:innen.

Die Themen im Rahmen des Angebotsspektrums sind vielfältig. Ratsuchende können Antworten auf Fragen hinsichtlich folgender Themen finden:

  • Erziehung und familiäres Miteinander
  • Persönliche Lebenskrisen: Trennung und Scheidung, Tod und Trauer, Perspektivlosigkeit etc.
  • Migration und Integration
  • Prävention und Beratung bei sexueller und/oder körperlicher Gewalt
  • Schulprobleme:  Schullaufbahn, Leistungsprobleme (LRS und Dyskalkulie), Aufmerksamkeitsproblematik, Schulangst, Schulverweigerung, Mobbing etc.
  • Entwicklungsprobleme
  • Emotionale und psychische Belastung: Selbstwert, Ängste, Aggression und Gewalt, Depression, Selbstverletzung, psychosomatische Beschwerden etc.
  • Fragen zur sexuellen Orientierung/Identität

Neben konkreten Angeboten wie Erziehungsberatung, Psychodiagnostik, LRS-Training im Grundschulalter, Gruppentherapien für Kinder und Jugendliche zum Erlernen sozialer Fertigkeiten, Konzentrationstraining, Beratungs- und Weiterbildungsangebote verschiedener Institutionen, sind in den letzten Jahren zwei besondere Angebote gewachsen.

Das Projekt „Kleine Schritte“ widmet sich, in Kooperation mit dem AWO Startpunkt, Frühe Hilfen MARLEKIN und der LWL-Klinik Herten, psychisch belastetsten und erkrankten Müttern mit Babys und Kleinkindern. Dabei findet einmal wöchentlich ein Treffen in einer Kleingruppe statt mit dem Schwerpunkt Bindungsförderung und Sensibilisierung für mütterliche und kindliche Bedürfnisse.

Das Projekt „Irres Netzwerk“, welches durch die Rotarier unterstützt wird, widmet sich hingegen Kindern und Jugendlichen, die mit einem oder zwei psychisch erkrankten Elternteilen leben. Schwerpunkt des Projekts soll es sein, die Kinder und Jugendlichen in ihrer Selbstwirksamkeit zu fördern und über die Erkrankung der Eltern zu informieren.

Der Förderverein der Psychologischen Beratungsstelle Marl unterstützt durch Mitgliedsbeiträge und Spendengelder viele Projekte und Angebote seit Jahren.

Alle Angelegenheiten werden von den MitarbeiterInnen der Beratungsstelle streng vertraulich behandelt.


Kontakt


Herr Wesche

Jugendamt Amtsleitung
amt51@­marl.de Sie finden Ihren richtigen Ansprechpartner über eine Dienstleistung oder über die OrganisationAdresse
Stadthaus 3
Raum: 58
Liegnitzer Straße 5
45768 Marl

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