Wohin in Marl: Der Veranstaltungskalender

Sommerfest, Weihnachtsfeier oder aber das Vereinsjubiläum? Wo gibt's am Wochenende was zu erleben? Im Veranstaltungskalender lassen sich viele Freizeit-Tipps finden...

... er kann aber auch genutzt werden, um Hinweise zu veröffentlichen: Termine können hier eingetragen werden. Wenn Sie unter dem Reiter "Bearbeiten" Ihre E-Mail-Adresse angeben, können Sie Ihre Termine auch im Nachhinein noch ganz bequem selbst überarbeiten. Alle Eintragungen werden vor Veröffentlichung von der Redaktion geprüft und freigeschaltet.

Übrigens: Alle Termine erscheinen zusätzlich kostenlos in WOHIN IN MARL, dem Veranstaltungskalender im Stadtmagazin MARL ERLEBEN.

Sie haben Fragen zur Benutzung des Kalenders? Dann schreiben Sie eine E-Mail an wohin(at)marl.de oder rufen Sie an unter Tel. 99-2696.

Karten für viele Veranstaltungen in Marl gibt es im i-Punkt im Marler Stern (Tel. 99-4310).

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Auschwitz gilt als Synonym für den perfiden Rassenwahn und Massenmord der Nationalsozialisten. Am 27. Januar 1945 - dem Datum, das zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus wurde - erreichten Soldaten der Roten Armee das Vernichtungslager und befreiten 7.500 Männer und Frauen. Knapp 60.000 weitere Auschwitz-Häftlinge waren kurz zuvor von den Nazis "evakuiert" und auf Todesmärsche nach Westen getrieben worden.

Unter ihnen war Halina Birenbaum, die den Holocaust überlebte und heute in Marls israelischer Partnerstadt Herzliya wohnt. Zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz ist sie Ehrengast der Marler Gedenkfeier und trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Marl ein.

Die weiteren Beiträge der Gedenkfeier werden gestaltet von: der Martin-Luther-King-Schule, dem Gymnasium im Loekamp, den Marler Wegen zum Frieden und dem Integrationsrat der Stadt Marl. Die musikalische Begleitung übernimmt die Musikschule der Stadt Marl.

Bereits um 16 Uhr beginnen Pfarrer Ulrich Walter und Pfarrer Herbert Roth mit einem ökumenischen Gottesdienst im Ratssaal.

Halina Birenbaum

Als zehnjähriges Mädchen erlebte Halina Birenbaum (geb. 1929) den nationalsozialistischen Überfall auf Polen in ihrer Heimatstadt Warschau. Mit ihren Eltern und zwei älteren Brüdern musste sie kurz danach ins Warschauer Getto übersiedeln. Im Juli 1943 wird sie in das KZ Majdanek und von dort nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Nach dem Todesmarsch im Januar 1945 kam sie in das KZ Ravensbrück.

Mit 15 Jahren wurde sie am 2. Mai 1945 von der Roten Armee im Ravensbrücker Außenlager Neustadt-Glewe befreit. Zurück in Warschau trifft sie ihren Bruder Marek wieder. Der andere Bruder, ihre Eltern und Schwägerin hatten die Lager der Nationalsozialisten nicht überlebt.

Zwei Jahre später emigrierte Halina Birenbaum nach Israel und arbeitete in einem Kibbuz. Sie heiratete Chaim Birenbaum und bekam mit ihm zwei Söhne. Heute besucht sie als Zeitzeugin u. a. Schulen in Israel und Europa, um insbesondere jungen Menschen von ihren Erfahrungen zur Zeit des Holocaust zu erzählen. Sie hat mehrere Bücher und Gedichtsammlungen verfasst, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden.

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