Wohnen

456 Flüchtlinge leben derzeit (Stand: 29.03.2016) in Marl in sieben städtischen Unterkünften. 344 Menschen leben in 112 von der Stadt angemieteten Wohnungen im gesamten Stadtgebiet. 748 Flüchtlinge leben bereits in Wohnungen mit einem eigenen Mietvertrag.

Die Unterbringung von Flüchtlingen, die der Stadt Marl zugewiesen werden, erfolgt nach dem „Konzept zur Unterbringung und Betreuung von Asylbewerbern in Marl“. Demnach sollen Flüchtlinge, insbesondere Familien, im Hinblick auf eine frühzeitige Integration möglichst bald nach einer Eingewöhnungsphase in der Gemeinschaftsunterkunft in eine privat angemietete Wohnung umziehen.  

Infos für Wohnungssuchende

Personen, die bisher in einer Gemeinschaftsunterkunft leben und denen ein konkretes Wohnungsangebot vorliegt, vereinbaren einen Termin mit ihrem zuständigen Sachbearbeiter. Er prüft die Angemessenheit der zukünftigen Mietkosten. Bei diesem Gespräch kann auch über die evtl. Übernahme weiterer Kosten (Miete, Einrichtungskosten, Kosten für Möbeltransport) gesprochen werden. Die Kosten für einen Möbeltransport können nur ausnahmsweise übernommen werden und wenn der Bezug einer Wohnung unmittelbar bevorsteht. Eine Übernahme der Kosten für Miete und/oder Umzug ist nur bei vorheriger Zusicherung – also vor Abschluss eines Mietvertrags – möglich.

Wohnungen, die an Asylbewerber vermietet werden, unterliegen folgenden Auflagen:

Für eine Person:
260 Euro Kaltmiete + 96,50 Euro Betriebskosten (ohne Heizung) = 356,50 Euro
Für 2 Personen:
310 Euro Kaltmiete + 125,45 Euro Betriebskosten (ohne Heizung) = 435,45 Euro
Für 3 Personen:
360 Euro Kaltmiete + 154,40 Euro Betriebskosten (ohne Heizung) = 514,40 Euro
Für 4 Personen:
460 Euro Kaltmiete + 183,35 Euro Betriebskosten (ohne Heizung) = 634,35 Euro
Für 5 Personen:
550 Euro Kaltmiete + 212,30 Euro Betriebskosten (ohne Heizung) = 762,30 Euro
jede weitere Person:
100 Euro Kaltmiete + 28,95 Euro Betriebskosten (ohne Heizung) = 128,95 Euro  

Die Entscheidung über eine Bewilligung treffen die für die Leistungen zuständigen Mitarbeiter im Amt für Arbeit und Soziales unter Beteiligung der für die Unterbringung und Betreuung zuständigen Beschäftigten und der Ausländerbehörde. Neben der Angemessenheit der Wohnung prüfen die Sachbearbeiter auch die Voraussetzungen der antragsstellenden Person. Sie orientieren sich dabei an den folgenden Kriterien:

  • Rückführung ins Herkunftsland ist innerhalb von sechs Monaten nicht zu erwarten
  • positives Verhalten in der Gemeinschaftsunterkunft, insbesondere Einhalten der Reinigungspflichten
  • bisherige Straffreiheit
  • Erwartung, dass Pflichten eines Mieters übernommen werden