Aktuelle Informationen zum Coronavirus

Letztes Update: 30. März, 9:38 Uhr, Wirtschaftliche Hilfen (Antrag auf NRW-Soforthilfe)

Die Fachstellen der Stadtverwaltung stehen im ständigen Austausch mit den übergeordneten Behörden und insbesondere mit der Gesundheitsbehörde des Kreises Recklinghausen. Die Stadt Marl bewertet die Lage täglich neu und wird in enger Abstimmung mit den übergeordneten Behörden die jeweils erforderlichen Maßnahmen ergreifen und die Öffentlichkeit weiterhin aktuell auf der städtischen Homepage und über die Medien informieren.
Die Basis für das gemeinsame Vorgehen des Kreises und der kreisangehörigen Städte bilden die Erlasse des Gesundheitsministeriums, die Handlungsempfehlungen des Robert Koch-Instituts und die Empfehlungen der Bezirksregierung Münster.

 

Die Landesregierung hat ein weitreichendes Kontaktverbot für Nordrhein-Westfalen per Rechtsverordnung erlassen, das ab Montag (23. März 2020) in Kraft tritt. Demnach werden Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen untersagt. Ausgenommen sind die Verwandten in gerader Linie, Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner sowie in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen, die Begleitung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen, zwingend notwendige Zusammenkünfte aus geschäftlichen, beruflichen und dienstlichen sowie aus prüfungs- und betreuungsrelevanten Gründen. Die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs bleibt zulässig

Zur Umsetzung der Rechtsverordnung sind die zuständigen Behörden gehalten, die Bestimmungen energisch, konsequent und, wo nötig, mit Zwangsmitteln durchzusetzen. Dabei werden sie von der Polizei unterstützt. Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro und als Straftaten mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren verfolgt. Die zuständigen Behörden sind gehalten, Geldbußen auf mindestens 200 Euro festzusetzen.

Die Bestimmungen der Verordnung haben Vorrang und gelten für alle Kommunen in NRW.

Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vom 22. März 2020 (Kontaktsperre et al.) 
Quelle: Gesetzes- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen

Liebe Marlerinnen und Marler,

wir erleben aktuell, wie der Coronavirus uns täglich vor neue Herausforderungen stellt. Wie viele Menschen sich noch anstecken werden, ist aktuell verlässlich kaum zu sagen. Unumgänglich ist hingegen, dass wir alle erhebliche Einschränkungen in unserem Alltag hinnehmen müssen. Einschränkungen und Verbote sind zwingend erforderlich, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, gesundheitlich vorbelastete Menschen zu schützen und die gesundheitliche Versorgung in den Arztpraxen und Krankenhäusern weiterhin sicherzustellen.

Sie können sich darauf verlassen, dass die Stadtverwaltung mit ihren Fachbereichen und Einrichtungen alles im Rahmen ihrer Möglichkeiten tun wird, um in enger Abstimmung mit den übergeordneten Behörden das größtmögliche Maß an Schutz und Versorgung aller Menschen in unserer Stadt zu gewährleisten. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den beteiligten Behörden und insbesondere im Gesundheitswesen tun alles dafür, die Gesundheit unsere Bürgerinnen und Bürger zu schützen und zu erhalten. Dafür bin ich allen Beteiligten außerordentlich dankbar.

Doch zum Schutz vor dem Corona-Virus benötigen wir Ihre Mitwirkung, liebe Marlerinnen und Marler. Panik ist ebenso unangebracht wie Verharmlosung. Jede und jeder Einzelne von uns ist jetzt gefordert, sich selbst zu schützen und mit verantwortungsvollem Verhalten zum Schutz anderer beizutragen. Ich bitte Sie daher nachdrücklich, liebe Marlerinnen und Marler, auch angesichts der verständlichen Sorgen „kühlen Kopf“ zu bewahren, Sozialkontakte möglichst zu vermeiden, die allgemeinen Hygienevorschriften zu beachten und alle behördlichen Anordnungen strikt zu befolgen.

Ebenso bitte ich Sie, im Rahmen Ihrer Möglichkeiten diejenigen zu unterstützen, die in diesen Tagen und Wochen für Zuspruch und Hilfe besonders dankbar sind. Es gibt viele Wege zu helfen. Ein Telefongespräch kann Angehörigen und Freunden neuen Mut machen, und die Übernahme von Einkäufen oder Besorgungen für ältere Menschen gibt Sicherheit und Zuversicht. Wer Hilfe benötigt oder helfen möchte, kann sich an das Bürgertelefon wenden (99-2020) oder sich per Email melden (marl-hilft(at)marl.de). 

Ich bin überzeugt davon, dass unsere kommunale Gemeinschaft stark genug ist, die Herausforderung durch den Coronavirus zu bestehen. Unsere kommunale Gemeinschaft in Marl zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine große solidarische Kraft besitzt, die bei vielen Anlässen immer wieder spürbar ist und bei gemeinsamen Aktivitäten und Aktionen gelebt wird. Unsere Bergleute haben mit ihrer sprichwörtlichen Solidarität über 100 Jahre lang unsere Gemeinschaft geprägt und gestärkt. Auf diese unsere Stärke sollten wir uns alle gemeinsam besinnen!

Glückauf!

Ihr
Bürgermeister Werner Arndt

Für Fragen zu städtischen Veranstaltungen, Dienstleistungen und Öffnungszeiten der Stadtverwaltung und ihrer Einrichtungen ist ein Bürgertelefon mit der Rufnummer (02365) 99-2020 und die E-Mail-Adresse Corona-fragen(at)marl.de eingerichtet worden.

Die Hotline und E-Mail-Adresse sind derzeit zu den üblichen Öffnungszeiten der Verwaltung zu erreichen.

Die Psychologische Beratungsstelle hat ein Sorgentelefon eingerichtet. Für Menschen, die in der Corona-Zeit psychologische Unterstützung suchen, stehen die Mitarbeiter*innen telefonisch zur Verfügung. Unter der Rufnummer (02365) 9676-0 kann von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 12 Uhr angerufen werden. Mehr...

Für Gesundheitsfragen zum Coronavirus bietet der Kreis Recklinghausen ein Infotelefon unter der Rufnummer 02361 / 53-2626 an. Das Telefon ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr sowie am Wochenende von 10 bis 14 Uhr besetzt.

Zahlreiche Marlerinnen und Marler freuen sich über Unterstützung im Alltag, viele andere sind gern bereit zu helfen. Bürgermeister Werner Arndt hat daher die Verwaltung beauftragt, ehrenamtliche Hilfsangebote zu koordinieren.

Ab sofort können hilfsbereite Bürgerinnen und Bürger, Gruppen, Vereine und Unternehmen ihre Angebote am Bürgertelefon (99-2020) oder per Email an marl-hilft(at)marl.de mitteilen. Das kann die freiwillige Übernahme von Einkäufen für ältere Menschen sein, unentgeltliche Fahrdienste oder auch Gassigänge mit dem Vierbeiner. Wer Unterstützung wünscht, sollte daher nicht zögern, sich an die Stadtverwaltung zu wenden. Arndt: „Die Marlerinnen und Marler stehen in schwierigen Zeiten Seite an Seite eng zusammen“.

Kontaktformular (PDF, 20 KB)

Zur Eindämmung des Corona-Virus in Nordrhein-Westfalen wird vorübergehend die Betreuung bei den Kitas und der Tagespflege verändert: Alle Erzieherinnen und Tagespflegepersonen werden ab Montag, 16. März, arbeiten. Alle Kindertageseinrichtungen, Heilpädagogischen Einrichtungen und Kindertagespflegestellen bleiben zunächst grundsätzlich geöffnet. Aber es dürfen nur noch die Kinder kommen, deren Vater  o d  e r  Mutter in einem Job arbeiten, der in der aktuellen Situation zwingend ausgeübt werden muss. Für alle anderen Kinder gilt ein Betretungsverbot.

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Antrag auf Ausnahme zum Betretungsverbot von Betreuungseinrichtungen gem. dem Erlass des MAGS NRW v. 13.03.2020

Zum Thema "Elternbeiträge":

Wegen der Kita-Schließungen wird die Stadtverwaltung ab April 2020 keine Elternbeiträge erheben. Dies gilt auch für die Verpflegungsbeiträge für Kinder in städtischen Kitas. Wegen der kurzfristigen Anordnung konnte das Abbuchungsverfahren für März allerdings nicht mehr gestoppt werden. Eltern werden gebeten, ihre Daueraufträge bei ihrer Bank ruhend zu stellen. Wurde eine Einzugsermächtigung (SEPA-Lastschriftmandat) erteilt, müssen Eltern nichts weiter veranlassen. Die  Kita-Gebühr wird ab April seitens der Stadt bis auf weiteres nicht abgebucht. Eine Rückerstattung der Beiträge für den Monat März erfolgt nicht. Für die Erstattung der März-Beiträge wird zu einem späteren Zeitpunkt eine praktikable Lösung gefunden. Die Eindämmung des Coronavirus habe absoluten Vorrang, heißt es dazu aus der Stadtverwaltung.

Wichtige Hinweise:

Das NRW-Familienministerium informiert in Elternbriefen über das Betretungsverbot und die Umsetzung der Kinderbetreuung von Personen, die in kritischer Infrastruktur (Schlüsselpositionen) tätig sind.

Elternbriefe in deutscher Spache gibt es hier

Elternbriefe in verschiedenen Sprachen (Information regarding current measures in different languages) gibt es hier

Die aktualisierten FAQ zum Betretungsverbot und zur Betreuung von Kindern von Personen kritischer Infrastrukturen gibt es hier.

 

Das Ministerium für Schule und Bildung hat die Entscheidung getroffen, den Unterrichtsbetrieb an den Schulen in Nordrhein-Westfalen im ganzen Land ab einschließlich Montag, 16. März 2020, vorerst bis zum Ende der Osterferien am 19. April 2020 einzustellen.

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Antrag auf Ausnahme zum Betretungsverbot von Betreuungseinrichtungen gem. dem Erlass des MAGS NRW v. 13.03.2020 (PDF, 152 KB)

Informationen für Eltern zum Lernen mit Kindern (PDF, 280 KB)

Wichtiger Hinweis:

Wegen der Schließungen der Schulen wird die Stadtverwaltung ab April 2020 keine OGS-Beiträge und Verpflegungsbeiträge erheben. Wegen der kurzfristigen Anordnung konnte das Abbuchungsverfahren für März allerdings nicht mehr gestoppt werden. Eltern werden gebeten, ihre Daueraufträge bei ihrer Bank ruhend zu stellen. Wurde eine Einzugsermächtigung (SEPA-Lastschriftmandat) erteilt, müssen Eltern nichts weiter veranlassen. Die OGS-Gebühr wird ab April seitens der Stadt bis auf weiteres nicht abgebucht. Eine Rückerstattung der Beiträge für den Monat März erfolgt nicht. Für die Erstattung der März-Beiträge wird zu einem späteren Zeitpunkt eine praktikable Lösung gefunden. Die Eindämmung des Coronavirus habe absoluten Vorrang, heißt es dazu aus der Stadtverwaltung.

VHS und Musikschule

Für die bereits gezahlten Gebühren erarbeitet die Stadtverwaltung eine zeitnahe praktikable Lösung.

 

Zum Schutz der Mitarbeiterschaft sind die Verwaltungsgebäude für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Der Zutritt zum Rathaus ist nur noch nach vorheriger telefonischer Absprache möglich.

Das Theater bleibt geschlossen, alle Theater- und Konzertaufführungen einschließlich des Marler Debüt am 3. April fallen aus. Auch das Skulpturenmuseum Glaskasten bleibt geschlossen, alle Veranstaltungen im Museum sowie der diesjährige Almauftrieb am 4. April fallen aus. Die Verwaltung bittet um Verständnis, dass zu den Modalitäten zur Erstattung von Tickets für städtische Veranstaltungen aktuell noch keine Angaben gemacht werden können. 

Geschlossen bleiben außerdem:

  • Stadtbibliothek und die Familienbibilothek Türmchen
    (siehe Presseinfo zur Online-Bibliothek)
  • Stadtinformationsbüro i-Punkt
  • HoT Hülsberg
  • Stadtarchiv
  • Spieliothek
  • Hallenbad am Badeweiher
  • die Lehrschwimmbecken in den Schulen
  • Sporthallen und -plätze (das Betreten der Flächen ist verboten!)
  • Spiel- und Bolzplätze
  • öffentliche WC-Anlagen am Busforum, Marktplatz Hüls und Freizeitpark Brassert

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Rentenstelle stehen Versicherten bei der Antragstellung weiterhin helfend zur Seite – wegen der Coronakrise allerdings nur telefonisch. Die Rentenstelle bleibt bis auf weiteres für Besucher geschlossen. Mehr...

Der Lehrbetrieb in der Musikschule fällt ebenso aus wie alle VHS- und Integrationskurse (BAMF)

Trauungen können weiterhin stattfinden, allerdings ohne Trauzeugen und Gäste.

Erd- und Urnenbestattungen sowie Totengebete im engsten Familienkreis sind zulässig, wenn die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern eingehalten werden.

Darüber hinaus wird es keine Besuche des Stadtoberhauptes und seine Vertreter bei Alters- und Ehejubilaren geben. Die Jubilare erhalten ihren Glückwunsch schriftlich.

Termine in Bereichen mit Bürgerkontakt finden nur noch nach telefonischer Terminvereinbarung statt. Offene Sprechstunden wird es nicht mehr geben. Dies gilt für die gesamte Stadtverwaltung wie auch für das Jobcenter Marl.

Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, in dringenden und unaufschiebbaren Angelegenheiten das Bürgerbüro telefonisch zu kontaktieren (Tel.  99-2301, -2381, -2386). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter klären jeweils, ob ein Besuch im Bürgerbüro zwingend erforderlich ist oder für das Anliegen auf anderem Wege eine Lösung gefunden werden kann. Die neue Regelung gilt auch für Bürgerinnen und Bürger, die bereits online einen Termin im Bürgerbüro gebucht haben. Sie werden nach und nach vom Team des Bürgerbüros kontaktiert und müssen selbst nicht tätig werden. Mehr...

Die Kontaktdaten zu den einzelnen Ämtern sind unter www.marl.de/dienstleistungen abrufbar.

Alle Fachstellen der Verwaltung sind zur Terminabsprache außerdem über die Telefonzentrale (99-0) erreichbar.

Zurzeit arbeitet der Zentrale Betriebshof der Stadt Marl (ZBH) ohne nennenswerte Einschränkungen. Einige Leistungen werden jedoch nur noch eingeschränkt erbracht.

Veraltung des ZBH

Der Besuch der ZBH-Verwaltung ist nur nach telefonischer Absprache möglich.

Wertstoffhof

Der Wertstoffhof ist geöffnet. Allerdings sollte der Besuch dort gründlich überdacht werden. Zurzeit räumen viele Marler auf oder nutzen das trockene Wetter für den Frühjahrsputz im Garten. Wenn eben möglich, sollten die dabei entstehenden Abfälle zu Hause „geparkt“ werden. Auf dem Wertstoffhof gelten die bekannten Verhaltensregeln zu den Sicherheitsabständen.

Sperrgutabfuhr

Die Sperrgutabfuhr wird durchgeführt. Bereits vergebene Termine werden eingehalten. Neue, zeitnahe Termine werden nur für Gegenstände eingeräumt, wenn dafür gute Gründe bestehen – zum Beispiel eine Haushaltsauflösung oder die Lieferung von neuen Möbeln. Weitere Termine werden auf einen späteren Termin gestreckt.

Schadstoffsammlung

Die zweite Brummitour am Samstag, 28. März in den Stadtteilen Polsum, Alt-Marl, Hamm, Drewer und Brassert fällt aus.
Die Schadstoffsammlung im April (2., 18. und 23.) fällt wegen der Corona-Krise ersatzlos aus.

Bioabfuhr

Wegen der Nachtfröste frieren feuchte Bioabfälle in den Gefäßen fest. Daher kann es vorkommen, dass die Biobehälter trotz Rütteln am Wagen nicht oder nicht komplett geleert werden. Diese Biobehälter können vom ZBH nicht nachgeleert werden.

Die Müllabfuhr beginnt ihren Dienst früher

Die Mitarbeiter der Müllabfuhr beginnen ihren Arbeitstag eine halbe Stunde früher. Statt um 7 Uhr, beginnt der Dienst nun bereits um 6.30 Uhr. Der ZBH bittet die betroffenen Bürger, die Gefäße früher zur Abholung bereitzustellen. Gleiches gilt für die Abholung des angemeldeten Sperrguts.

Aktuelle Informationen und Vorsichtsmaßnahmen sind auf der Internetseite des ZBH unter www.marl.de/zbh zu finden.

Die Stadt hat alle städtischen und genehmigungspflichtigen Veranstaltungen drinnen und draußen abgesagt.

Auch private Veranstaltungen werden kurzfristig untersagt.

Die Stadt Marl selbst hat entsprechend der kreisweiten Vereinbarungen bis einschließlich 1. Mai alle eigenen und genehmigungspflichtigen Veranstaltungen ab Montag (16.03.) umgehend abgesagt. Abgesagt sind auch alle Veranstaltungen in städtischen oder städtisch genutzten Räumlichkeiten.

Die Stadt Marl appelliert an alle Veranstalter, größere Veranstaltungen abzusagen oder auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Welche Veranstaltungen in Marl stattfinden, entscheidet das Ordnungsamt im Einzelfall und in Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt. Das Ordnungsamt wird gegebenenfalls Verbote ordnungsbehördlich verfügen und die Einhaltung der Anordnungen überprüfen. Entscheidend ist dafür die mögliche Ansteckungsgefahr, die von der jeweiligen Veranstaltung ausgehen kann. Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern müssen aufgrund eines Erlasses der Landesregierung abgesagt werden.

Zu den genehmigungspflichtigen Veranstaltungen gehören unter anderem die Osterfeuer. Diese und alle weiteren genehmigungspflichtigen Veranstaltungen werden in diesem Jahr nicht stattfinden können.

Notwendige Veranstaltungen finden weiterhin statt. Dazu gehören die Sitzungen des Rates oder auch die Wochenmärkte zur Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln.

 

Auf Empfehlung der Bezirksregierung Münster fallen jetzt auch in Marl Sitzungen politischer Gremien zunächst bis Ostern aus. Unaufschiebbare notwendige Entscheidungen seien gegebenenfalls „in Form einer Dringlichkeitsentscheidung“ gemäß Paragraph 60 Gemeindeordnung NRW vorzubereiten.

Aufgrund der Empfehlung werden die für März und April angesetzten Sitzungen des Integrationsrates (17.3.), des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung (18.3.) und des Stadtplanungsausschusses (19.3.) nunmehr abgesagt. Auch der Haupt- und Finanzausschuss (31.3.) und die Ratssitzung (2.4.) finden nicht statt.

„In der interfraktionellen Sitzung bestand Einigkeit zwischen den Ratsfraktionen, für die Stadt Marl entsprechend zu verfahren“, sagt Bürgermeister Werner Arndt.

Die Landesregierung hat mit einem weiteren Erlassen zur Eindämmung des Coronavirus eine umfangreiche Schließung von Einzelhandelsgeschäften beschlossen. Lebensmittel­geschäfte und wichtige Einrichtungen wie Apotheken, Tankstellen und Banken bleiben geöffnet. Die Stadt Marl hat die verpflichtenden Vorgaben zum Schutz der Bevölkerung am 18. März mit einer weiteren Allgemeinverfügung umgesetzt und die bisherige aufgehoben.

Danach bleiben der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel weiterhin geöffnet. Lebensmittelgeschäfte, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken sowie Geschäften des Großhandels dürfen bis auf weiteres auch an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr öffnen (außer an  Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag). Sämtliche Verkaufsstellen im Sinne des Ladenöffnungsgesetzes haben erforderliche Maßnahmen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen zu treffen. Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen.

Alle anderen Verkaufsstellen des Einzelhandels sind zu schließen. Der Zugang zu Einrichtungshäusern und Einkaufszentren, „shopping-malls“ oder „factory outlets“ und vergleichbaren Einrichtungen ist nur gestattet, wenn sich dort wichtige Einrichtungen wie Apotheken oder Lebensmittelgeschäfte befinden und der Zugang lediglich dem Zweck dient, diese Einrichtungen aufzusuchen.

Zusätzlich zu den bereits angeordneten Schließungen sind unter anderem alle Kneipen, Cafés, Bars, Eisdielen, Piercingstudios, Sonnenstudios, Massagesalons, Clubs, Diskotheken, Tanzschulen, Kinos, Shisha-Bars, Veranstaltungshallen, Internet-Cafés sowie Angebote von Kulturvereinen zu schließen beziehungsweise einzustellen.

Untersagt sind auch die Öffnung aller Fitness-Studios, Reha-Sporteinrichtungen (außer Einrichtungen mit ärztlich zwingend erforderlichen Behandlungen, Schwimmbäder und Saunen. Auch alle Angebote in öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen und Bibliotheken sind einzustellen, ebenso wie Zusammenkünfte in Sportvereinen. Sport- und Freizeiteinrichtungen, Kegel- und Bowlingbahnen sowie Spielplätze sind zu schließen. Das gilt auch für Spielhallen, Spielbanken und Wettbüros sowie für Prostitutionsbetriebe, Prostitutionsfahrzeuge und Straßenprostitution.

Der Zugang zu Hotels für die Bewirtung von Übernachtungsgästen ist beschränkt und nur unter strengen Auflagen sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich gestattet. 

Schließen müssen alle Restaurants und Speisegaststätten einschließlich Imbissbetriebe. Lieferservices sind weiterhin erlaubt, ebenso Drive-In-Restaurants.

Für Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie für stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe gelten besondere Anordnungen.

Eine Übersicht der Gewerbebetriebe und die Information, ob und unter welchen Voraussetzungen diese geöffnet sein dürfen, gibt es hier.

Die umfangreiche Allgemeinverfügung der Stadt Marl vom 20. März ist auf dieser Seite im Downloadbereich zu finden.

Der Kreis Recklinghausen hat Informationen, Hinweise und Handlungsempfehlungen zusammengestellt:

www.kreis-re.de/corona

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat eine Liste mit Fragen und Antworten zusammengestellt.

Auf dieser Seite gibt es auch Informationen in anderen Sprachen (EN, TR, RU, FR, AR):

FAQ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung