Stadt will Radverkehr nachhaltig fördern

Die Stadt Marl setzt als erste Kommune im Ruhrgebiet einen Radentscheid um. Dafür will sie bis 2028 insgesamt 64 Millionen Euro bereitstellen – vorausgesetzt das Fördermittel fließen. Die Vorschläge der Bürgerinitiative wurden aufgenommen. Die ersten Maßnahmen haben bereits begonnen.

Die Bedingungen für das Radfahren sollen in Zukunft deutlich verbessert und Marl wieder zu einer fahrradfreundlichen Stadt werden. Unter anderem will die Stadt das vorhandene, engmaschige Radwegenetz weiterentwickeln, Radwege sanieren und neu bauen, zusätzliche Fahrradstreifen anlegen, Kreuzungen komfortabler und sicherer gestalten sowie Fahrradabstellplätze und Fahrradparkhäuser für Radfahrer einrichten.

Für den Einstieg in die schrittweise Umsetzung des klimafreundlichen Mobilitätskonzeptes und des Radentscheids sind in diesem Jahr über 8 Mio. Euro im städtischen Haushalt vorgesehen. Aktuell stimmt die Verwaltung die Maßnahmen des Mobilitätskonzeptes und des Radentscheids fachlich aufeinander ab.

Die Umsetzung der Maßnahmen wird begleitet von der Arbeitsgruppe Nachhaltige Mobilität, für die der Haupt- und Finanzausschuss im Februar bereits Mitglieder benannte. In der Arbeitsgruppe wirken auch jeweils ein Vertreter der Radentscheid-Initiative und des ADFC mit sowie der Vestischen und des künftigen Inklusionsrates.

Mit der Einrichtung von sogenannten Fahrradstraßen wurde in Marl bereits vor Jahren begonnen. Radfahrer sollen künftig auch auf der Gaußstraße, Matthias-Claudius-Straße und Max-Planck-Straße Vorrang vor dem motorisierten Verkehr haben und dürfen sogar nebeneinander fahren. Durch verengte Fahrbahnen, breite Gehwege und Parkstreifen will die Stadt den Autoverkehr zudem verlangsamen.

Begleitet werden die Maßnahmen durch Öffentlichkeitsarbeit und Aktionen.