Mitgliedschaft im Deutschen Riga-Komitee

Marl ist Mitglied im Deutschen Riga-Komitee, das an das grausame Schicksal von mehr als 25.000 Menschen jüdischen Glaubens erinnert, die in der NS-Zeit nach Riga deportiert und überwiegend im Wald von Bikernieki ermordeten wurden. Von November 1941 bis Dezember 1942 war Riga das Ziel zahlreicher Deportationszüge. Ebenso erinnert das Riga-Komitee des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge an mehr als 26.000 lettische Juden des Rigaer Gettos. Der Großteil von ihnen wurde vor der Ankuft der Deportationszüge aus dem Deutschen Reich in Rumbula ermordet.
Seit dem 27. Januar 2010 gehört Marl dem internationalen Städtebündnis an, das seit 2000 besteht. Heute zählt es knapp 60 Mitglieder. Im Oktober 2014 haben Bürgermeister Werner Arndt und Marler Schülerinnen und Schüler die Stadt Riga, das ehemalige Getto und die Gedenkstätten des Komitees u. a. im Wald von Bikernieki besucht. Sie waren unterwegs auf den Spuren der Marler Familie Abrahamsohn, von denen einge Familienmitglieder über Recklinghausen und Gelsenkirchen nach Riga deportiert worden waren. Sie hatten Riga am 27. Januar 1942 mit dem Transport aus Dortmund erreicht. 
 


Kontakt


Frau Radscheid

Bürgermeister Städtepartnerschaften, Gedenkveranstaltungen, Europa, Töleranz und Vielfalt, stellv. Gleichstellungsbeauftragte
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