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seniorentheaterclub dionysos

Traumwelten ... Metamorphosen

Premiere am 15. September um 18 Uhr
im Theater Marl

Theater Dionysos zeigt seine 6. Produktion

Manche Menschen denken bereits ab ihrem fünfzigsten Lebensjahr an nichts anderes als an ihren körperlichen Verfall. Die Augen werden schwächer, der Rücken schmerzt und die Haut verliert an Spannkraft. Was früher leichtfiel, ist heute eine Qual, vielleicht sogar unmöglich. Krankheiten werden mehr und mehr zum Gesprächsthema. Und die Vergangenheit? ‚Man müsste noch mal 20 sein‘ sagen viele und träumen sich zurück in alte Zeiten. Zeiten, in denen sie sich stark fühlten, fit, gesund, zu allem Bereit und voller Zuversicht. Auch wenn dies gar nicht der Fall war und die Jugend voller Probleme, hat der Traum, die Romantisierung des Jungseins doch einen gewaltigen Reiz: Sie hilft uns zu entfliehen vor der Tatsache, dass wir altern und dass wir sterblich sind. Alle.
Unser Körper wird älter, das ist eine Tatsache. Sterben müssen wir alle, ohne Ausnahme, ob reich, ob arm, gesund oder krank. Das Nachlassen der Körperkräfte erinnert an den Tod, der uns alle ereilt und vor dem viele von uns höllische Angst haben.
Dennoch ... wenn die Körperkräfte nachlassen, ist noch lange nicht Schluss. Eine Verwandlung findet statt, der Schwerpunkt des Lebens verschiebt sich vom Körper in den Geist.
Manche Menschen werden nachdenklich, wenn sie alt werden, ziehen Bilanz über ihr bisheriges Leben, denken an den Tod oder das Leben danach. Andere leben nur noch in ihrer Vergangenheit, träumen von alten Zeiten. Wieder andere malen, schreiben Gedichte, gewinnen späte Einsichten. Nicht wenige werden aber auch dement und leben in einer Parallelwelt voller Diebe, Geheimagenten, gestorbener Verwandter, Engel oder Teufel. Leben von Moment zu Moment. Was gerade noch war, ist schon vergessen. Dass Menschen mit Demenz per se unglücklich sind, ist eine Behauptung der Jüngeren, die sich nicht vorstellen können (oder wollen), so zu sein.
Traumwelten, Geistwelten, Phantasien des Alters, all das was im Kopf und in der Seele geschieht wenn der Körper nachlässt ist das neue Thema der Spieler/innen des Theater Dionysos. 8 Monate lang hat die Gruppe der 10 Senior/innen um Regisseur Lutz Pickardt dazu geforscht, gespielt, improvisiert. Nun gibt sie in ihrer sechsten Produktion den „Traumwelten" und „Metamorphosen" Gestalt, mit Schauspiel, Tanz und Bewegungstheater, mal lustig, mal erschreckend, mal nachdenklich oder unterhaltsam. Auf jeden Fall ein großes Abenteuer, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

 

 

 

 

 

weitere Informationen: www.lutz-pickardt.de

 

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