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Marl von A-Z

Lupe

Laborantin bei der Arbeit
Reagenztürme
Kontrolle der Laborwerte
Reagenztürme aus der Nähe

Chemie-Hightech im Herzen Europas

Der Chemiepark Marl gehört zu den führenden Chemiestandorten in Europa

Der Chemiepark Marl ist einer der größten Chemiestandorte in Deutschland und Europa. Auf dem 650 Hektar großen Gelände der ehemaligen Chemischen Werke Hüls (gegründet 1938) produzieren ca. 30 Unternehmen, darunter mehrere Unternehmen der weltweit tätigen Evonik Degussa GmbH, mit insgesamt über 10.000 Beschäftigten (2004) ein breites Spektrum an Produkten und Dienstleistungen.

Mit einer Autobahn vor der Haustür, einem eigenen Gleisanschluss, dem eigenen Hafen am Wesel-Datteln-Kanal und dem nahe gelegenen Flughafen Düsseldorf stehen alle notwendigen Transportwege zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt der Chemiepark über eine hoch entwickelte Infrastruktur.
Eigene Kraftwerke gewährleisten eine vollständige Energieversorgung, Produktionsanlagen am Standort und im Ruhrgebiet garantieren ein umfangreiches Rohstoffangebot. Die Versorgung mit Rohstoffen erfolgt mittels Fernleitungen, Schiff, Bahn und Lkw. Über das interne Leitungsnetz werden die Betriebe mit Sauerstoff und Luft sowie Stickstoff versorgt. Der Energiebedarf des Chemieparks wird durch Erzeugung von Strom und Dampf (Kraft-Wärme-Kopplung) am Standort gedeckt. Darüber hinaus besteht bei der Stromversorgung ein Verbund mit dem öffentlichen Netz.
Die Infrastruktur- und alle Serviceleistungen für die chemienahe Prozessindustrie werden den Unternehmen im Chemiepark "aus einer Hand" zur Verfügung gestellt, und zwar von Infracor, der Dienstleistungsgesellschaft der Evonik Degussa GmbH. Zur Infrastruktur gehören u.a. Straßen, Rohrbrücken, Rohrleitungen, Kanäle, Gleise sowie die Energie- und Kommunikationsnetze. Diese Einrichtungen werden von allen Unternehmen im Chemiepark genutzt, deren Anlagen in einem engen stofflichen und energetischen Verbund stehen und zum größten Teil rund um die Uhr betrieben werden.
In allen Unternehmen des Chemieparks haben Brand- und Arbeitsschutz sowie die Anlagensicherheit einen gleich hohen Stellenwert wie der Umweltschutz. Die Unternehmen im Chemiepark haben sich zur ständigen Verbesserung von Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz verpflichtet.
Die geplante, 60 Kilometer lange Propylen-Pipeline zwischen den Chemiestandorten Marl, Gelsen-kirchen, Oberhausen, Duisburg und Moers mit direkter Anbindung an den Duisburger Hafen, wird die Emscher-Lippe-Region und den Chemiepark Marl weiter stärken. Der Bau der rund 60 Millionen Euro teuren Pipeline soll zum Jahreswechsel 2008/2009 fertig gestellt sein. Im Duisburger Hafen wird zeitgleich eine Verladestation gebaut, so dass das Propylen vom Schiff direkt in die Pipeline gepumpt werden kann.
Die europaweit ausgerichtete Vermarktungsinitiative ChemSite verfolgt das Ziel, die Emscher-Lippe-Region als einen führenden Chemiestandort in Europa weiter zu festigen und die Chemie in diesem Wirtschaftsraum zur Leitbranche in Nordrhein-Westfalen auszubauen. ChemSite unterstützt mit technischem Know-how und Mitteln der Wirtschaftsförderung die Ansiedlung oder Neugründung von Betrieben aus dem Spektrum der Chemie. Die Initiative bietet Investoren aus der Chemiebranche und chemienahen Industrien freie Industrieflächen an mehreren voll integrierten High-Tech-Chemiestandorten in der Emscher-Lippe-Region. ChemSite baut auf die konstruktive Zusammenarbeit zwischen den Partnern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung, die zu einer schnellen und kostengünstigen Realisierung von Investitionsvorhaben führt.


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