
Am 29. 1968 rollte der Zug auf der neuen Eisenbahnverbindung zwischen Essen und Haltern von Gelsenkirchen-Buer über Marl-Mitte und Marl-Hamm nach Haltern. 1996 wurde die Nord-Süd-Verbindung zur S-Bahn ausgebaut. Der Bahnhof Hamm bekam ein neues Gesicht: Die Bahnsteige wurden erhöht, der Treppenaufgang zum Bahnsteig großzügig gestaltet und ein gläserner Aufzugturm errichtet, der auch Behinderten einen mühelosen Zugang zu den Zügen ermöglicht.
"Wasserstände" heißt das ungewöhnliche Landschaftskunst-Projekt, das der Künstler Herman Prigann für die Infracor, ein Unternehmen der Degussa AG, im Jahr 2000 mit fachlicher Unterstützung des Skulpturenmuseums Glaskasten zwischen den Lippe-Auen und dem Wesel-Datteln-Kanal gestaltet hat. Das alte Wasserwerk Sickingmühle (Foto oben), das 1938 mit der Entstehung der chemischen Werke entstand und baufällig geworden war, wurde baulich umgestaltet und wird allmählich in einem See versinken und als Bestandteil eines Landschaftskunstwerkes exemplarisch vermitteln, wie sich die Natur eine vormals industriell genutzte Einrichtung "zurückerobert" und ein Industriestandort zu einem Ereignisfeld künstlerischer Wandlung wird (Foto unten).
Besucher können das Geschehen rund um das Kunstwerk von den Deichen an Kanal und Lippe betrachten, das Gelände mit den "Wasserständen" selbst kann nicht betreten werden und bleibt sich selbst überlassen. Das Skulpturenmuseum Glaskasten Marl bietet interessierten Kunstfreunden Führungen zu diesem außergewöhnlichen Landschaftskunstwerk an.