
Im Juli 1959 beschloss der Rat der Stadt Marl den Bau eines neuen Schulgebäudes mit 18 Klassen, Turnhalle und Lehrschwimmbecken am Merkelheider Weg, um die Schulraumnot in der Waldsiedlung zu beheben. Im Herbst 1963 waren die Hermann-Claudius-Schule II (die Schule war damals zweigeteilt und erhielt wenig später den Namen Käthe-Kollwitz-Schule) und im Januar März 1964 die Wilhelm-Raabe-Schule in das neue Gebäude eingezogen. In dem Gebäude, das auf der historischen Postkarte dargestellt ist, befinden sich heute u.a. das Jugendzentrum "Pütt" und eine Dependance der Musikschule. Auf dem hinteren Teil des Geländes steht heute die Günter-Eckerland-Realschule. Die Hermann-Claudius-Schule und die Käthe-Kollwitz-Schule haben neue Gebäude im südlichen Teil des Merkelheider Weges erhalten, die Wilhelm-Raabe-Schule an der Riegestraße in Alt-Marl.
Am 18. Mai 1968 wurde das Waldbad Hamm nach zwei-jähriger Bauzeit unweit des Silvertbaches feierlich eröffnet. Damit erhielt der Stadtteil Hamm ein eigenes Freibad. 27 Jahre später, Ende 1995, wird das Bad abgerissen. Aus dem Waldbad Hamm wird der Wohnpark Waldbad Hamm. Heute herrscht rege Bautätig-keit, die ersten Häuser sind bezogen.
Der Grundstein für den Bau der Fatih-Moschee wurde am 20. Mai 1990 gelegt. Rund 1000 Gäste feierten das Ereignis auf dem Creiler Platz. Im März 1992 wurde der erste Gottesdienst in dem neuen Gebäude gefeiert. Um den endgültigen Standort der Moschee war zuvor länger gerungen worden. Mit der Entscheidung für den Standort am Bachackerweg sei schließlich - wie die Marler Zeitung am 12.2.1988 kommentierte - "ein symbolischer Grundstein gelegt worden, nicht nur für den konkreten Bau einer Moschee in Hamm, sondern auch für die Bereitschaft, offensiv in der Bevölkerung für ein tolerantes Miteinander zwischen deutschen und ausländischen Mitbürgern einzutreten ...".