
04.September 2012
Die Kehrmaschinen des Zentralen Betriebshofs der Stadt Marl (ZBH) nutzen Wasser. Neu ist jetzt, dass die Kehrmaschinen mit Regenwasser fegen. Das schont die Ressource Frischwasser - und den Geldbeutel der Gebührenzahler.
Aus Düsen an der Unterseite der großen und kleinen Kehrmaschinen sprüht Wasser auf die Verkehrswege und verhindert, dass beim Kehren unnötig Staub aufgewirbelt wird. Daher müssen die rollenden Straßenbesen stets einen ausreichenden Vorrat an Wasser mit sich führen. Das Wasser wurde bislang auf dem Betriebshof oder unterwegs aus dem Leitungs-netz gezapft. „Seit Sommer dieses Jahres haben wir von Frisch- auf Regenwasser umge-stellt", berichtet Michael Lauche, Allgemeiner Betriebsleiter des ZBH. „Das Regenwasser bekommen wir kostenlos von Mutter Natur geliefert, denn wir können es unseren Zisternen entnehmen."
Regenwasserauffanganlage am ZBH
Beim Neubau des ZBH an der Zechenstraße wurde eine Regenwasserauffanganlage gebaut. Das Regenwasser vom Dach der Kfz-Werkstatt wird aufgefangen und unterirdisch in vier Zisternen à 20 000 Liter Fassungsvermögen - insgesamt 80 m³ - gesammelt. Die Tanks versorgen über Pumpen zwei Zapfstellen auf dem Waschplatz. Eine Zapfstelle wird für die Reinigung von Fahrzeugen verwendet, über die andere bedienen sich die Kehrma-schinen des ZBH mit Wasser.
Einmal zapfen - dreimal sparen
„Die Sache lohnt sich", sagt Michael Lauche. Denn: Die drei Großkehrmaschinen und die beiden Kleinkehrmaschinen füllen ihre Tanks entweder zum Feierabend oder zu Dienstbe-ginn mit Wasser. Die großen tanken jeweils 1 000 Liter, die kleinen 300 Liter. Jeden Tag, bei trockenem Wetter auch mehr. So beträgt die tägliche Ersparnis an Frischwasser etwa 4 000 Liter. Dazu kommt noch die Ersparnis für das Abwasser. „Mit der Umstellung auf Regenwasser spart unser Betrieb nicht doppelt, sondern dreifach", rechnet der Betriebsleiter vor. „Es fallen keine Gebühren für das Frischwasser an, keine Ab-wassergebühren und gleichzeitig schonen wir den Rohstoff Wasser."