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Marl von A-Z

Lupe

Jüdische Kulturtage in Marl erleben

15.März 2011

Jüdische Kulturtage NRW

Eine Szene aus George Taboris subversiven Verwirr-Spiels "Mein Kampf".

Die jüdischen Kulturtage werden am 20. März 2011 in Dortmund NRW eröffnet. Zahlreiche Veranstaltungen werden sich bis zum 17. April dem Thema „Einblicke - jüdisches (er)leben" widmen. Die Stadt Marl bietet in Zusammenarbeit mit dem Kultursekretariat NRW Gütersloh zwei Veranstaltungen an.

„Mein Kampf"

Am Donnerstag, 7. April 2011, zeigt das Poetenpack Potsdam ab 20 Uhr die Auftragsproduktion „Mein Kampf" von George Tabori im Theater Marl.
„Mein Kampf" spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, zu einer Zeit vor der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Das Stück beschäftigt sich in komödienhafter Form mit dem Trauma der Shoah. Dabei wird Hitler interessanter Weise keineswegs als blutrünstiger Dämon, sondern im Gegenteil als unsympathischer, aber nicht durchweg abstoßender Wirrkopf dargestellt. An Brecht und Chaplin anknüpfend, entwickelt Tabori „Mein Kampf" eine Hitler-Figur als komischen Charakter.

„Schwarze Mich oder Klassenfahrt nach Auschwitz"

Die Comedia Köln kommt am Freitag, 8. April 2011, ab 19 Uhr mit einem besonders für junge Menschen (ab 13 Jahren) geeigneten Stück nach Marl. Es heißt „Schwarze Milch oder Klassenfahrt nach Auschwitz" und ist von Holger Schober nach einer wahren Begebenheit entstanden.
Zur Aufführung: Thomas ist 17 und hat noch nicht wirklich viel vom Holocaust gehört. Für Schule interessiert er sich nicht und bei allem was dort erzählt wird, schaltet er auf Durchzug. Die Jungs aus der rechten Szene, mit denen er seine Zeit verbringt, haben in der Gegenwart genug Möglichkeiten, ihren Hass auszuleben. Thomas kleine Welt bricht zusammen, als er mit der Schule auf Klassenfahrt nach Auschwitz fährt und von den Gräueltaten der Nazis erfährt. Er beschließt, dass er kein Deutscher mehr sein möchte. Er verbrennt seinen Pass, weigert sich Deutsch zu sprechen. In dieser Situation trifft er auf Tomas, einen polnischen Polizisten, der in Auschwitz seinen Dienst tut und sich von der Polizeiarbeit mehr versprochen hat, als Idioten hinterher zu rennen, die Hakenkreuze auf der Gedenkstätte hinterlassen. Und noch einen Grund gibt es für Tomas' Hass auf Deutsche - ein schwarzes Familiengeheimnis.
Zwischen diesen beiden entwickelt sich eine komplizierte Beziehung, in deren Verlauf Fragen nach Verantwortung, Fremdenhass, Selbsthass und der Last der Vergangenheit gestellt werden. Aber es gibt auch eine Gegenwart und die Zukunft wartet.

Karten im i-Punkt erhältlich

Karten sind im i-Punkt im Marler Stern erhältlich, telefonisch unter 0 23 65/ 99 43 10 oder online unter www.imvorverkauf.de.

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