
08.Februar 2012
Das Theater Marl beschert seinem Publikum insgesamt drei Kabarett- bzw. Comedyabende im Februar und März: Die Bullemänner, Cloozy Haber und Mark Britton kommen nach Marl.
Ein Gemeinwesen ist umso erfolgreicher, je intelligenter seine Bevölkerung ist. Als Westfale hat man es da nicht leicht. Die Bullemänner stellen sich in ihrem neuen Programm "i-Kuh. Die komische Intelligenz der Westfalen" dieser Herausforderung. Und zwar am Donnerstag, 9. Februar 2012, um 20 Uhr im Theater Marl
Auf der Suche nach dem i-Kuh
In ihrem Heimatort Suchtdrup - einem Dorf wie du und ich - heißen die Straßen jetzt "Zweiter Bildungsweg" und "Einsteinkamp" - und auf jedem Auto prangt der Aufkleber "Abi 2011". Denn Google Street View sieht alles. Nur: Kann man intelligentes Leben auf Dauer vortäuschen? Da soll den Suchtdrupern die Globalisierung helfen: Sie schicken einen Suchtrupp in ihre spanische Partnergemeinde Muerte, bringen ein balinesisches Glasnudeltheater und eine westfälische "Carmen" auf die heimischen Bühnen und begeistern sogar das Goethe-Institut mit einem Auftritt im Völkerkundemuseum Kiew. So heißt es am Ende dann doch: i-Kuh-Test bestanden - trotz des westfälischen Migrationshintergrundes.
Von Außenseiterinnen, die mitten im Leben stehen
Am Samstag, 11. Februar, heißt es dann ab 20 Uhr in Cloozy Habers Programm: „Zirkus im Kopf". Auf der Marler Kleinkunstbühne erweckt die Kabarettistin seltsame Charaktere zum Leben. Da ist zum Beispiel die bieder wirkende Vorstandssekretärin Helga Raspel oder die aufgetakelte Wiener Galeristin Leni Resi, die ihrem Schnaks'l Ax'l ein Ständchen singt. Dazu kommt noch die berlinernde Straßengeigerin, die frei Schnauze über das Leben philosophiert. Sie alle sind ganz besondere Frauen: Außenseiterinnen, die mit beiden Beinen mitten im Leben stehen. Sie nehmen sich, was sie wollen, und denken gar nicht daran, sich an die Gesellschaft anzupassen. „Noch als Geheimtipp gehandelt, gilt Cloozy als ganz große Hoffnung der Comedy Szene.
Der ganz normale Familien-Wahnsinn
Mark Britton lädt das Publikum am Freitag, 2. März, um 20 Uhr zu sich nach Hause ein. Er lässt es an seinem skurrilen Familienleben teilnehmen. Die Familie - Hort der Liebe und Besonnenheit in einer hektischen Welt? Von wegen! Das Kleinkind schwänzt den Kindergarten und fährt im tiefergelegten Bobbycar zur Haribo-Roadshow. Der Teenager überfällt eine Online-Bank mit seiner Playstation. Opi und Omi, aufgeputscht von Klosterfrau Melissengeist, sind auf der Red Bull Senioren-Snowboarding Tour. Und die Eltern sehnen sich nach der romantischen Liebe... Aber die Natur braucht Romeo und Julia nicht mehr - sondern Familienmanager. Heutzutage erfolgreich eine Familie zu führen ist härter, als die Deutsche Bahn an die Börse zu bringen. Die Ironie des Familienlebens besteht darin, es erst zu ertragen, um später in Erinnerungen darin zu schwelgen. Wenn's um die Familie geht, ist Mark Britton Experte. Von einem Humor-Tsunami vor Jahren über den Ärmelkanal gespült, landete der britische Kabarettist in den Armen einer deutschen Frau. Die Schwiegereltern gab es gratis dazu, aber die Kinder kosten ein bisschen mehr!
Karten im Vorverkauf
Karten für alle Vorstellungen gibt es im Stadtinformationsbüro i-Punkt im Marler Stern, Montag bis Freitag, von 9.30 Uhr bis 18 Uhr, Samstag, von 9.30 Uhr bis 13 Uhr, Telefon: 02365-994310 oder hier online.