
20.Januar 2012
Das Drama „Die Gerechten" versetzt das Marler Theaterpublikum am Mittwoch, 15. Februar, um 20 Uhr ins vorrevolutionäre Russland. Revolutionäre planen ein Attentat auf den Großfürsten. Wie weit darf der Einsatz von Gewalt im Kampf um Gerechtigkeit gehen?
Kann ein Mord für eine gute Sache jemals gerecht sein? Heiligt der ideologische Zweck die zu verurteilenden Mittel? Diese schwierigen Fragen untersucht Albert Camus im Drama „Die Gerechten". Das Publikum erlebt die aufkommenden Zweifel der Mitglieder und ihr Ringen um Gerechtigkeit, Liebe und Leben.
Geschichte des Terrorismus
Albus Camus analysiert mit gedanklicher Präzision die unterschiedlichen Positionen zur Frage der Legitimität politisch motivierter Attentate. Seine dramatische Qualität gewinnt das Stück aber vor allem dadurch, dass diese ideologischen Positionen in den handelnden Personen leibhaftig verkörpert werden. Die beeindruckende Inszenierung „Die Gerechten" wirft einen Blick in die Geschichte des Terrorismus.
Für die Gerechtigkeit einstehen
Dem Regisseur Riemenschneider geht es wohl weniger um die Problematik von Mitteln und Opfern der Täter als um deren unbedingten Willen, für die Gerechtigkeit einzustehen und auch handelnd zu kämpfen - ein indirekter, aber doch klarer Appell an das soziale Gewissen und die Verantwortung des Einzelnen für die Welt, in der er lebt.
Karten gibt's im i-Punkt
Karten für die Vorstellung gibt es im i-Punkt Marler Stern, Montag bis Freitag 9.30 Uhr bis 18 Uhr, Samstag 9.30 Uhr bis 13 Uhr, Telefon: 0 23 65 / 99 43 10 oder hier online.