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Lupe

Musik aus dem Presslufthammer

13.Juni 2018

Machen die Bergbau-Vergangenheit zu einer modernen Soundlandchaft (v.l.): Tobias Hiller (beim Konzert in Marl nicht dabei), Marjon Smit, Christof Schläger, Marc Grohmann und Frank Schwulst. Foto: Frank Vinken.

Ein Konzert der besonderen Art veranstaltet Christof Schläger in Kooperation mit dem Skulpturenmuseum Glaskasten am Samstag, 23. Juni 2018, auf dem Creiler Platz. Mit Presslufthämmern und anderen Geräten aus dem Bergbau verwandelt der Klangkünstler den Rathausvorplatz in eine moderne Soundlandschaft. Los geht’s um 15.30 Uhr. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Der Herner Klangkünstler widmet das sogenannte „Abbauhammer-Konzert“ dem Bergbau im Ruhrgebiet. Für sein Konzert mit Abbauhämmern greift Schläger auf Maschinen zurück, die die meisten Menschen nur von Fotografien oder vom Hörensagen kennen. Die rot lackierten und kiloschweren Geräte wurden für die Welt unter Tage gefertigt, drohte dem Bergmann hier doch die ständige Gefahr der Gasexplosion, der sogenannten „Schlagenden Wetter“.

Neuer Klangkosmos

Durch die mit Druckluft betriebenen Maschinen gab es einerseits keinen Funkenflug, andererseits wurde den Bergleuten die Arbeit damit erheblich erleichtert. So entstand binnen kurzer Zeit ein neuer Klangkosmos in Stollen und Schächten, erfüllt von zischenden Ventilen, aufheulenden Druckluftmotoren und ratternden Presslufthämmern. All diese Geräusche – wie auch die entsprechenden Maschinen – gehören bald der Vergangenheit an, wenn die letzte deutsche Zeche, Prosper-Haniel in Bottrop, Ende dieses Jahres ihren Betrieb einstellt.

Spezielles Druckluft-Instrumentarium

Das Konzert in Marl wird mit einem speziell präparierten Druckluft-Instrumentarium gespielt: Acht Abbauhämmer in Schweißgestellen mit Schalltrichtern sowie in Kesselblechen und Stahlröhren, zwei pneumatische Hub-Zug-Motoren, zwei Prall-Bleche, zwei Förderkorb-Signalglocken, vier präparierte Druckluft-Töner, zwei elektrisch-pneumatische Steuerungen, eine Partitur-Maschine (Notebook) sowie eine Druckluft­wasser­pumpe. Während des Konzertes haben die Bergmänner Frank Schwulst und Mark Grohmann (Zentralwerkstatt Prosper der RAG AG) ihre Einsätze – am Nagelhammer, dem Schlagschrauber und der Wasserpumpe.

Wahre Klangkunstwunder

Für sein Konzert verleiht Christof Schläger den Abbauhämmern eine neue Bedeutung und macht sie zu wahren Klangkunstwundern. Aus heißer Luft wird erstaunlich schöner Lärm, der einer genauen Partitur folgt. Die Komposition entsteht aus der eingehenden Hörerfahrung mit dem technischen Instrument und der gemeinsamen, dramaturgischen Arbeit mit Marjon Smit.

„Kunst & Kohle. The Battle of Coal“

Die Veranstaltung in Marl ist eingebettet in die aktuelle Ausstellung „Kunst & Kohle. The Battle of Coal“, die noch bis zum 16. September im Glaskasten zu sehen ist. Möglich wurde das Projekt durch die freundliche Unterstützung der RAG AG und die Mitarbeiter der Zentralwerkstatt auf der Zeche Prosper-Haniel.

Weiterführende Informationen zum Klangkünstler Christof Schläger und seinen Projekten gibt’s im Internet unter www.christofschlaeger.de.




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