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„Kunst und Kohle“ im Skulpturenmuseum

13.April 2018

Die RuhrKunstMuseen widmen dem Kohleausstieg 2018 ein Ausstellungsprjekt. Im Glaskasten Marl ist u.a. diese Wandinstallation von Coleen Alborough zu sehen. Sie vermittelt Eindrücke vom südafrikanischen Kohlebergbau. Foto: Coleen Alborough

Die RuhrKunstMuseen, darunter der Glaskasten Marl, nehmen das Ende der Steinkohlenförderung zum Anlass für ein großes städteübergreifendes Ausstellungsprojekt.

Von Mai bis September werden zeitgleich über die gesamte Region hinweg künstlerische Positionen gezeigt, die sich auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema „Kohle“ auseinandersetzen. In Marl stehen zwei neu produzierte Werke im Fokus.

Auseinandersetzung mit Kohle

Mit dem Kohleausstieg endet 2018 in Deutschland ein bedeutender Industriezweig: Das Kapitel einer über 250 Jahre andauernden Geschichte schließt, die insbesondere das Gesicht des Ruhrgebiets, das Selbstverständnis seiner Bewohner und die Entstehung seiner einmaligen Kunst- und Kulturlandschaft bestimmt hat. Von Mai bis September werden in der Metropole Ruhr zeitgleich künstlerische Positionen zu sehen sein, die sich mit dem Thema „Kohle“ auseinandersetzen.

Dunkle Seite des Bergbaus

Im Skulpturenmuseum Glaskasten Marl werden in der Ausstellung „Kunst & Kohle. The Battle of Coal“ Kunstwerke ausgestellt, die den Blick auf die dunklen Seiten des Bergbaus lenken und die Folgen von Globalisierung und Ausbeutung der Arbeitskräfte beleuchten. „Der historische ‚Kampf um die Kohle‘ hat viele Ebenen, die in der Ausstellung des Glaskastens thematisiert werden“, sagt Museumsdirektor Georg Elben.

Elektroakustische Klanginstallation

In Marl sollen zwei Werke neu produziert werden: Denise Ritter wird unter Tage Geräusche aufnehmen und daraus eine elektroakustische Klanginstallation realisieren. In den Schachtanlagen vom Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop hat sie unter Tage Töne aufgenommen und diese zu einer Klangcollage verdichtet. Eine weitere ortsbezogene Videoarbeit wird sich ebenfalls mit den spezifischen Bedingungen und Erscheinungen des Kohlebergbaus beschäftigen.

Mediale Werke und Skulpturen

„The Battle of Orgreave (2001)“ von Jeremy Deller steht für die andere Seite der Auseinandersetzung mit Kohle: Es ist ein reflektiertes Reenactment der aufgeheizten Situation zum Ende des englischen Kohlebergbaus mit eingeschobenen Interviews. Coleen Alborough hat eine reliefartige Wandinstallation geschaffen. In handwerklicher Kleinteiligkeit wird ein phantasievolles Bild vom südafrikanischen Kohlebergbau vermittelt, das ebenfalls einen Vergleich zur Situation des nun endenden Kohlebergbaus in Deutschland herstellt.

Weitere Infos:

Die Ausstellung „Kunst & Kohle“ ist vom 6. Mai bis 16. September zu den üblichen Öffnungszeiten im Skulpturenmuseums Glaskasten zu sehen. Weiterführende Informationen zum Kunstprojekt und zu den anderen Ausstellungen gibt’s im Internet unter www.ruhrkunstmuseen.com .




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