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Westfälisches Landestheater zeigt Goethes Faust

02.Januar 2018

Fotos: Westfälisches Landestheater / Volker Beushausen

Zum Jahresbeginn gibt es schwere Kost im Theater: Das Westfälische Landestheater bringt Goethes „Faust“ am Mittwoch, 17. Januar, um 11 und um 19.30 Uhr nach Marl. 

Die Tragödie handelt von dem Wissenschaftler Heinrich Faust, der eine selbstkritische Lebensbilanz zieht. Er ist beruflich und privat durch und durch unzufrieden: Als Forscher fehlt es ihm an tiefer Einsicht und brauchbaren Ergebnissen und als Mensch ist er unfähig, das Leben in seiner Fülle zu genießen.

Verspricht dem Teufel seine Seele 

Tief deprimiert und lebensmüde geworden, verspricht er dem Teufel Mephisto seine Seele, wenn es diesem gelingen sollte, Faust von seiner Unzufriedenheit zu befreien und für stetige Abwechslung zu sorgen. Mephisto schließt mit Faust einen Pakt in Form einer Wette. Der Teufel Mephisto, dem neben Zauberkräften auch Humor und Charme zu Gebote stehen, ist bestrebt, Faust vom rechten Weg abzubringen.

Verliebt nach Zaubertrank 

Er verwandelt ihn zurück in einen jungen Mann, nimmt ihn mit auf eine Reise durch die Welt und hilft ihm, die Liebschaft mit der jungen Margarete einzufädeln, einer naiven, sehr jungen Frau, in die sich Faust sofort verliebt, nachdem ihm Mephisto einen Zaubertrank übergeben hat.

Er überlässt sie ihrem Schicksal 

Faust richtet die junge Frau zugrunde, indem er sie verführt und dabei schwängert. Sie bringt ein uneheliches Kind zur Welt, tötet es, aus Verzweiflung halb wahnsinnig geworden, und wird daraufhin verhaftet. Faust will Margarete mit des Teufels Hilfe vor der Hinrichtung retten; er versucht vergeblich, sie zur Flucht zu überreden, kann sie aber nicht vom Wahnsinn erretten. Er muss sie schließlich ihrem Schicksal und der Gnade Gottes überlassen.

Eines der wichtigsten Dramen der deutschen Literatur 

Das Drama „Faust“ ist eines der wichtigsten Dramen der deutschen Literatur. Die ewige Frage nach all dem, was der Verstand nicht zu fassen imstande ist, trifft den Kern jeglicher philosophischer, religiöser und existenzieller menschlicher Auseinandersetzung. Goethes Bearbeitung dieser Frage in all ihren Aspekten hat eine zeitlose Qualität, die in der Weltliteratur ihresgleichen sucht.

Karten ab 16 Euro 

Karten für das Stück am Mittwoch, 17. Januar, um 11 und um 19.30 Uhr im Theater Marl gibt’s ab 16 Euro im i-Punkt (Tel. 99-4310).




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