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Lupe

Bürger diskutieren mit Experten über Zukunftsstandort gate.ruhr

13.November 2017

Bei der Zukunftsarena am Samstag (11.11.) im Rathaus diskutieren die Bürger mit den Experten.

In der Kaffeepause konnten die Gespräche an Themen-Inseln vertieft werden.

Auf dem Podium saßen Bürgermeister Werner Arndt (l.), Markus Masuth (m.) und Andrea Baudek.

Mehr als drei Stunden informierten sich am Samstagnachmittag interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zu gate.ruhr. Im Mittelpunkt stand dabei die zu erwartende Verkehrsentwicklung.

Gemeinsam mit der RAG Montan Immobilien (RAG MI) beabsichtigt die Stadt Marl, auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Auguste Victoria 3/7 (AV 3/7) ein modernes Industrie- und Gewerbegebiet von internationalem Rang zu entwickeln: gate.ruhr. Weniger als zwei Jahre nach Schließung der Schachtanlage stellten Gutachter und Planer bei einer Zukunftsarena im Rathaus die wesentlichen Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vor, die Ende des Jahres abgeschlossen wird.

"Wir kennen im Prinzip jeden Gartenrotschwanz"

Fast zwei Jahre lang haben Gutachter jeden Winkel des 90 ha großen Geländes unter die Lupe genommen, die Bodenverhältnisse, das Pflanzen- und Vogelaufkommen und vieles mehr eingehend untersucht. „Wir kennen im Prinzip jeden Gartenrotschwanz auf dem Gelände“, sagte Rainer Oligmüller vom Büro Landschaft und Siedlung, zuständig für den Natur- und Artenschutz.

Gutachter empfehlen zusätzlichen Autobahnanschluss 

Wie die Anlieger und das Verkehrsnetz möglichst wenig belastet werden können, erläuterte Anke Berndgen vom Büro Spiekermann Consulting Engineers. Das Büro hatte sechs Verkehrsvarianten untersucht und empfiehlt einen zusätzlichen Autobahnanschluss im Nordwesten: eine neue Anschlussstelle an der A 52 in Höhe der Hülsbergstraße oder – im weiteren Verlauf der Straße – an der A 43 (in Höhe der ehemaligen Schachtanlage AV 6 oder am bereits vorhandenen Rastplatz). Die neue Anschlussstelle könnte das zu erwartende Verkehrsaufkommen auf ein Niveau absenken, das unterhalb der Belastung zu Zeiten des Hochbetriebs auf AV 3/7 liege.

Stadt will Planung selbst in die Hand nehmen

Um den Bau der Anschlussstelle zu beschleunigen und möglichst bis 2025 fertigzustellen (ab 2010 soll Schritt für Schritt die Erschließung von gate.ruhr beginnen), will die Stadt Marl die Planung selbst in die Hand nehmen. In der Übergangszeit soll der Autobahnanschluss in Marl-Hamm „angemessene leistungsfähig“ gestaltet werden, erklärte Planungsamtsleiter Markus Schaffrath. Die Brücke über den Sickingmühlenbach und die Ampelanlage sollen erneuert, neue Fahrspuren sowie Geh- und Radwegen angelegt werden. Auch zu baulichen Maßnahmen, die die Durchfahrt auf der Carl-Duisberg-Straße erschweren sollen, gebe es erste Überlegungen.

Forderung nach wirksamen Lärmschutz

Die anwesenden Bürgerinnen und Bürgern, darunter zahlreiche Mitglieder der Siedlergemeinschaft Auf dem Acker, sorgen sich vor allem um Dauerstaus an der Autobahnzufahrt und um zusätzlichen Verkehrslärm. Sie forderten einen wirksamen Lärmschutz im Bereich der Anschlussstelle Hamm.  

Verpflichtung zur Schaffung neuer Arbeitsplätze

 „Wir sind nach der Schließung von AV und aufgrund der unerträglich hohen Arbeitslosigkeit in unserer Stadt verpflichtet, dringend benötigte Arbeitsplätze zu schaffen“, sagte Bürgermeister Werner Arndt. „Das geht nicht ohne zusätzlichen Verkehr“. Die RAG MI und die Stadt Marl würden „alle Aspekt vom Arten- bis Lärmschutz genau im Auge behalten, um die Belastung für die Anlieger so gering wie möglich zu halten“. Darüber hinaus, so Arndt, wolle man gegenüber den übergeordneten Behörden "Druck für mehr Lärmschutz im Bereich der A 52" machen. „Wir werden alle Anregungen für die weitere Planung berücksichtigen und alles ordentlich abarbeiten“, versicherte RAG MI – Chef Markus Masuth.

Öffentlichkeit wird fortlaufend informiert

Beide kündigten an, die Öffentlichkeit fortlaufend zu informieren, sobald sich neue Entwicklungen ergeben. Auch bei der Aufstellung des Bebauungsplans werden die Bürgerinnen und Bürger noch mehrmals Gelegenheit erhalten, ihre Anregungen vorzutragen, erläuterte Baudezernentin Andrea Baudek. Die Zukunftsarena sei ein erster Schritt, dem weitere folgen würden.

Aktueller Planungsstand zum Bebauungsplan liegt aus

Übrigens: Wer an der Zukunftsarena nicht teilnehmen konnte, kann den aktuellen Planungsstand zum Bebauungsplan im Planungs- und Umweltamt einsehen und seine Anregungen vorbringen (Liegnitzer Str. 5, Zi. 69, Tel. 99-6115). Weitere Informationen und Pläne gibt es im Internet unter www.gate.ruhr.



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