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Lupe

Medienkunst mit schwarzem Loch

27.Oktober 2014

Foto von der Installation "Black Hole Horizon" von Thom Kubli

Thom Kublis Schwarzes Loch lässt Seifenblasen lautstark platzen - zu sehen in der Ausstellung zu den Marler Medienkunst-Preisen 2014.

Lucas Norer aus Innsbruck und Kai Zimmer aus Berlin sind die Preisträger des Marler Klangkunst-Preise und des Marler Videokunst-Preises. Zu den Marler Medien-Kunstpreis gibt es eine umfangreiche Ausstellung im Skulpturenmuseum und im Marler Stern.

Das Skulpturenmuseum Glaskasten hat die Preisträger gestern bekannt gegeben. Gleichzeitig wurde eine Ausstellung zu den Marler Medienkunstpreisen mit Videobeiträgen und Klangkunstinstallationen eröffnet.

Preisträger Lucas Norer bezieht sich in seiner preisgekrönten Klanginstallation „Ein Trugbild und eine Abstraktion" auf die Geschichte des Exilorchesters Philharmonia Hungarica in Marl und „eröffnet Assoziationsgeschichten, die über Kunst und Geschichte, Hoffnungen und Enttäuschungen, Erinnern und Vergessen miteinander verwoben sind", urteilt die Jury. Der Berliner Kai kombiniert dagegen in seinem preisgekrönten Videobeitrag „Kantdada" in dadaistischer Manier Aufnehmen aus Kaliningrad mit abgehackten Zitaten des Philosophen Immanuel Kant, der im ehemaligen Königsberg lebte. Insgesamt sichtete die hochkarätig besetzte Jury 550 Einsendungen zu den beiden Medienkunstpreisen.

Eines der auffälligsten Werke, die in der Ausstellung zu den Marler Medienkunstpreisen zu sehen sind, ist das „Black Hole Horizon" des Künstlers Thom Kubli. Sein schwarzes Loch funktioniert gegenläufig: Es verschluckt nichts, sondern bringt Seifenblasen hervor und lässt sie lautstark zerplatzen. Die Ausstellung umfasst insgesamt 35 Werke, die im Skulpturenmuseum - dort erzeugen Besucher beim Aufschlagen der Bücher des polnischen Künstlers Konrad Korabiewski elektronische Klänge - sowie in leerstehenden Räumen des Marler Stern und im ehemaligen Lesesaal der insel-VHS kostenfrei gezeigt werden.

Die Werke stammen von 35 Künstler aus den unterschiedlichsten Ländern - von Island über Kanada bis Venezuela und unterstreichen die Internationalität des Marler Videokunst-Preises und des Marler Klangkunst-Preises, der in diesem Jahr ebenfalls international ausgeschrieben wurde und jetzt European Soundart Award heißt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Januar 2015 zu sehen. Das Skulpturenmuseum Glaskasten ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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