
Das Grimme-Institut zählt zum kleinen Kreis renommierter Forschungs- und Dienstleistungseinrichtungen in Europa, die sich mit Fragen der Medienkultur befassen. Es versteht sich als Forum für die kommunikationspolitische Diskussion und leistet medientheoretische und medienpraktische Bildungsarbeit.
Die Aufgaben des Grimme-Instituts liegen in der Beobachtung, Analyse und Bewertung von Medienangeboten und -entwicklungen – vom Fernsehen über den Hörfunk bis zu Multimedia – sowie im Kompetenz- und Wissenstransfer. In der Öffentlichkeit sind besonders die beiden Qualitätswettbewerbe des Instituts bekannt: der Grimme-Preis für vorbildliches Fernsehen und der Grimme Online Award für hervorragende Qualitätsangebote im Netz. Darüber hinaus steht das Grimme-Institut auch für qualifizierte Bildungsangebote für Medien-Praktiker und breite Kreise der Gesellschaft.
Der Grimme-Preis und das Grimme-Institut gingen aus der langjährigen Tradition der medienkritischen Arbeit der „insel“-Volkshochschule Marl hervor. Seit seiner Gründung als Adolf-Grimme-Institut im Jahr 1973 hat das Medieninstitut seinen Sitz im ehemaligen VHS-Gebäude am Eduard-Weitsch-Weg.
2010 wurde das Europäische Zentrum für Medienkompetenz (ecmc), das 1997 auf Initiative der Landesregierung in Marl angründet wurde, mit dem Grimme-Institut verschmolzen und die Aktivitäten der beiden bis dahin eingeständigen Einrichtungen unter dem „Grimme“-Dach zusammengeführt. Mit der Verschmelzung erweiterte das Grimme-Institut seine Kompetenz im Bereich der Medienbildung und im Bereich Online-Gestaltung sowie bei der Betreuung von Content-Management-Systemen und Online-Datenbanken.
Gesellschafter des Grimme-Insituts sind der Deutsche VolkshochschulVerband (DVV), die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen, die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), die Stadt Marl, der WDR und das ZDF sowie das Land Nordrhein-Westfalen.